Kunststoff um einen Metal­lein­leger oder einen Erstschuss-Kern.

Schwarzes Spritzgussbauteil mit integriertem Gewindeeinsatz aus Messing.

Umspritzen & Einleger

Material kombinieren.Funktion integrieren.

Kunststoff um einen Metalleinleger oder einen Erstschuss-Kern – betrachtet als ein System aus Materialien, Schnittstellengeometrie, Werkzeug und Produktionsanforderungen.

PROZESSE VERGLEICHEN
  • Zwei VerfahrenUmspritzen und Einleger
  • Metall + KunststoffSpezifizierte Funk­ti­ons­ein­leger
  • MultimaterialKunststoff um einen Erstschuss-Kern
  • Ein UmfangVom Werkzeugbau bis zur fertigen Baugruppe

Zwei verwandte Verfahren

Wählen Sie die Route,die das Bauteil erfordert.

Umspritzen und Insert-Spritzguss kombinieren beide Elemente während des Spritzgießens, unterscheiden sich jedoch in Bauteilaufbau, Materialschnittstelle und Werkzeuganforderungen.

Schwarzes und türkises umspritztes Bauteil mit zwei Materialbereichen.

Umspritzen

Kunststoff wird um ein vorhandenes Bauteil oder einen Erstschuss-Kern gespritzt. Mate­ri­al­kom­bi­na­tion, Geometrie und Schnitt­stel­le­n­an­for­de­rungen bestimmen, ob dieser Weg geeignet ist.

  • Erstschuss oder vorhandener Kern
  • Prüfung der Mate­ri­al­paa­rung
  • Für die Funktion ausgelegte Schnittstelle
UMSPRITZEN PRÜFEN
Kunststoff-Spritzgussbauteil mit integriertem, festgelegtem Funktionseinleger.

Insert-Spritzguss

Ein festgelegter Einleger wird im Werkzeug positioniert und beim Spritzgießen in das Kunst­stoff­teil integriert. Einle­ger­geo­me­trie, Rückhaltung und Position müssen bei der Bauteil- und Werk­zeug­kon­struk­tion berück­sich­tigt werden.

  • Spezi­fi­zierter Funk­ti­ons­ein­leger
  • Posi­tio­nie­rung und Halt im Werkzeug
  • Ins Bauteil integrierte Verankerung
EINLEGER PRÜFEN

Die Verfahren sind nicht austauschbar. Die Eignung wird anhand von Bauteil, Werkstoffen, Werkzeug und gewünschtem Ergebnis geprüft.

Spritzgussbauteil, Metalleinsätze, Messschieber und technische Zeichnung zur Schnittstellenprüfung.

Schnittstelle gestalten

Die Verbindung zwischenMaterialien ist Teil der Konstruktion.

Ein Bauteil aus kombinierten Materialien muss als Gesamtsystem betrachtet werden. Die Schnittstelle kann je nach Material, Geometrie und Einsatzbedingungen auf Materialhaftung, mechanischer Rückhaltung oder einer Kombination aus beidem beruhen.

  1. Mate­ri­al­paa­rung

    Materialtypen und Verträglichkeit

  2. Veran­ke­rungs­geo­me­trie

    Hinterschnitte, Merkmale und Lastpfad

  3. Einle­ger­spe­zi­fi­ka­tion

    Material, Oberfläche und Maße

  4. Position und Abstützung

    Position während des Spritzgießens

  5. Spritz­guss­be­din­gungen

    Wärme, Druck und Bewegung

  6. Kritische Schnitt­stellen

    Maße, Optik und Montage

Haftung, Auszugskraft, Dichtwirkung oder Lebensdauer müssen für die jeweilige Anwendung definiert und geprüft werden.

Kontrol­lierter Ablauf

Von der Bauteilideezur wieder­hol­baren Fertigung.

  1. 01

    Definieren

    Funktion, Lasten und Einsatz­be­din­gungen

  2. 02

    Prüfen

    Bauteil-, Einleger- und Schnitt­stel­len­geo­me­trie

  3. 03

    Auswählen

    Material- und Einle­ger­spe­zi­fi­ka­tion

  4. 04

    Werkzeug

    Posi­tio­nie­rung, Verankerung und Bemusterung

  5. 05

    Validieren

    Muster und vereinbarte Abnah­me­kri­te­rien

  6. 06

    Produzieren

    Seri­en­fer­ti­gung und nachgelagerte Prozesse

Quali­täts­an­for­de­rungen und Dokumentation werden projekt­be­zogen vereinbart.

Mate­ri­al­paa­rung

Kompa­ti­bi­lität mussgeprüft werden, nicht vorausgesetzt.

Basis oder Kern

Das vorhandene Bauteil oder der Erstschuss-Kern, einschließ­lich Material und Oberfläche.

Zweites Material

Das um den Kern oder Einleger gespritzte Material und dessen Vera­r­bei­tungs­an­for­de­rungen.

Schnittstelle

Die Geometrie und Kontaktfläche, die die erforderliche Funktion oder Last übertragen.

Einsatz­be­din­gungen

Temperatur, Chemikalien, Bewegung, Verschleiß, Optik und vorgesehene Nutzung.

Materialtypen sollten angegeben werden, wenn bekannt. Sind sie noch nicht festgelegt, geben Sie die funktionalen und umgebungsbedingten Anforderungen an, damit geeignete Optionen geprüft werden können.

Insert-Spritzguss

Funktion integriertin das Formteil.

  1. 01

    Einlegerdaten

    Material, Maße, Oberflächenzustand und funktionale Anforderung.

  2. 02

    Verankerung

    Merkmale, die der vorgesehenen Belastung und Bewegung standhalten.

  3. 03

    Position

    Position, Ausrichtung und Abstützung im Werkzeug.

  4. 04

    Abnahme

    Kritische Maße, Optik und Funktionsprüfung.

Gewindeelemente und andere spezifizierte Funktionseinleger werden zusammen mit Bauteil- und Werkzeugkonstruktion geprüft.

Nachgelagerte Prozesse

Planen Sie das gesamte Bauteil,nicht nur den Spritz­guss­schritt.

Bauteilstadien mit Spritzguss, Abdichtung und Endmontage.
  • Bearbeitung

    Nachbearbeitung, sofern die vereinbarte Geometrie dies erfordert.

  • Metal­li­sie­rung & Veredelung

    Ausgewählte Oberflächenprozesse werden gemeinsam mit Material und Bauteil bewertet.

  • Abdichten & Fügen

    FIPFG-Dichtung, Verguss oder Ultraschallschweißen, sofern geeignet.

  • Montage & Verpackung

    Bauteilfertigstellung im Rahmen des vereinbarten Lieferumfangs.

Nachgelagerte Arbeitsschritte müssen in der Anfrage angegeben werden, damit ihre Verträglichkeit mit dem Materialkombinationsdesign geprüft werden kann.

Unterlagen für die Prüfung

Zuerst dieSchnitt­stellen klären.

Bauteil- & Einlegerdaten

  • 2D-Zeichnung oder 3D-Modell
  • Spezifikation von Einleger oder Erstschuss-Kern
  • Materialtypen, sofern bekannt
  • Kritische Maße und Oberflächen
  • Passende Bauteile und Montageanordnung

Projek­tan­for­de­rungen

  • Vorgesehene Funktion und Lasten
  • Einsatz­um­ge­bung
  • Erwartete Jahresmenge
  • Angaben zu vorhandenen Werkzeugen
  • Erforderliche Prüfung und Dokumentation
  • Umfang für Veredelung, Abdichtung oder Montage
  • ISO 9001
  • ISO 14001
  • AQAP 2110
  • Kundenspezifische Dokumentation bei Bedarf

Mate­ri­al­kom­bi­na­tion

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